Angriff auf meine natürliche Schönheit

Zuerst mal eine Foto von mir in voller natürlicher Schönheit. Zugegeben dieses ist schon paar Jährchen alt und meine Locken glänzen nicht mehr ganz so schön.

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Aber was man mir vor wenigen Tagen wieder mal angetan hat, ist doch einfach unglaublich, man hat versucht meine natürliche Schönheit zu zerstören.

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Das ist mein erbärmlicher Anblick nach dem Baden und mein Blick spricht Bände.

Von der Prozedur mein Strubbelfell wieder ordentlich zu richten ganz zu schweigen.

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Ich setze niemals auch nur eine Pfötchenspitze in einen See oder anderes Gewässer, laufe sogar um jede Pfütze. Selbst bei großer Hitze meide ich Abkühlung durch „häßlichmachendes“ Nass.  Ihr versteht jetzt bestimmt, warum ich wasserscheu bin.

Beim nächsten Gassigang habe ich mich genüsslich und ausgiebig auf der Wiese gekullert, geschubbert, dann war mein natürlicher Chick und Duft endlich wieder vollends hergestellt.

 

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Wer hat mein Küken geschlachtet?

Schon einige Jahre begleitet mich mein kleines, weißes Flauschküken. Ich hab sehr gern damit gespielt und weil ich manchmal recht wild bin, hat es schon vor langer Zeit ein Beinchen eingebüßt. Aber das war doch nur ein kleiner Schönheitsfehler und wir waren trotzdem noch gute Freunde. Heute allerdings hat ein großer Unbekannter mein Küken geschlachtet, also richtig ausgenommen.

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Ich schau jetzt einfach mal ganz harmlos weg…

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und mach gleich einen Rückzieher, nicht dass ich noch des Kükenmordes verdächtigt werde.

Aber das alles bringt mich noch auf eine Idee, Frauchen, wie wäre es denn heute mal mit Hühnchenfleisch?

 

 

Oh was seh ich da…

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Nanu warum strahlt Frauchen so? Ich lieg hier gemütlich auf  „meinem“ Sessel und sie schaut interessiert, nein nicht zu mir…was erfreut denn sonst ihr Herz?

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Über Nacht hat sich diese schöne Blüte geöffnet.

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Und die Blüte erinnert Frauchen an unseren verstorbenen Nachbarn. Da war unerwartet eine wunderbare Freundschaft (wunderschöne Blüte) entstanden, außergewöhnlich und interessant (wie der Blütenstempel), doch leider nur von kurzer Dauer. Wir genießen jetzt den schönen Moment und erkennen, dass sich schon bald weitere öffnen werden.

Einen schönen Wochenstart wünscht

Nelly

 

Nächtliche Ruhestörung

Vergangene Nacht war für mich nicht sonderlich entspannend. Es gab wieder mal diese lauten Geräusche, die ich nicht mag und plötzliche Erhellungen. Nein Frauchen hat nicht geschnarcht und ich hatte auch keine nächtlichen Geistesblitze.  Ihr ahnt es, ich spreche vom Gewitter. Blitz, Donner, Sturm und ans Fenster peitschender Regen…derartiges Treiben ist mir echt unheimlig, so dass ich mich zeitweise verkrümelt habe.

Heute morgen sah es hier recht herbstlich aus, grau und neblig, aber es ist eine schöne frische Luft nach den letzten sehr heißen Tagen.

Ich ruh mich erstmal aus, bevor es wieder auf Achse geht.

Eure Nelly

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Irgendwie hab ichs noch nicht begriffen…

Vergangenen Mittwoch war ich für fast vier Stunden bei einem lieben (gemeinsamen) Freund zu Besuch – zuerst allein, weil Frauchen einen Termin hatte. Später als sie mich abholen wollte haben sich die Zweibeiner noch länger bestens unterhalten und es gab auch einiges zu lachen. Es war wieder mal ein schöner Nachmittag, auch für mich, denn dort werde ich mit Streicheleinheiten und Leckerlis verwöhnt. Ich hab diesen netten Mann schon lange in mein kleines Hundeherz geschlossen und immer wenn wir an seinem Balkon vorbei spazieren, bleib ich stehen. Ist die Balkontür zu, bin ich ein wenig traurig und will zunächst nicht weiter…ich weiß hier wohnt ein toller Zweibeiner, der mich ebenfalls sehr mag.  Kleine Ausflüge hatten wir auch schon gemeinsam unternommen und es war auch nicht unser erster Besuch bei ihm. Aber es sollte der letzte sein.

Samstag früh hat es bei uns geklingelt – nanu wir erwarten doch niemand.  Frauchen war irgendwie geschockt und unser morgendlicher Spaziergang war recht kurz und dann ließ mich Frauchen allein. Als sie zurück kam, war sie total verändert, sehr geknickt und so ging es das ganze Wochenende. Ich verstand und verstehe es nicht und warum ist mein Lieblingsnachbar gar nicht mehr auf dem Balkon zu sehen, nicht am Samstag, nicht am Sonntag, nicht am Montag. Ich bin dort auch stehen geblieben und habe gefiept und wollte keinen Schritt weiter…da ist doch irgend etwas anders als sonst. Und warum ist mein Frauchen so traurig?

Ich versteh es nicht, warum erwartet mich der liebe Nachbar nicht mehr, er hat doch sonst so oft nach uns Ausschau gehalten.

Übrigens war ich gestern beim Hundefrisör und bin jetzt wieder ganz chick, da hätte er sich doch nochmal neu in mich verliebt…wieso läßt er sich nicht mehr blicken, ich vermisse ihn doch.

Frauchen hat mir zwar schon paar mal gesagt „nein dort kannst du nicht mehr rein“…so richtig begriffen hab ich es aber noch nicht.

 

Zum Glück ist Nelly nur mit einem blutenden Schwanz davon gekommen

Die gestrige nachmittägliche Hunderunde hatte ein ziemlich unerfreuliches Ende.

Nach einem längeren Gassigang mit vielen netten menschlichen und tierischen Begegnungen, hatte mein Fusselchen zunächst direkt hinter unserm Haus noch eine besondere Freude. Timmy der einjährige Westirüde aus unserem Haus war auch mit seinem Frauchen auf der Wiese…eine Riesenfreude und die beiden tollten ein wenig umher. Aus Sicherheitsgründen bleiben sie dabei immer an den Flexileinen.

Plötzlich kam eine Westihündin auf uns zugeschossen…und griff sofort Nelly an. Die Agressivität dieser Hündin war weder zu übersehen, noch zu überhören. Sie versuchte sofort Nelly in den Kpof zu beißen und ein Kampf begann. Ich konnte meinen Hund schnell durch Leine und Geschirr in die Höhe nehmen und den Angreifer abwehren. Nelly jaulte kurz auf, weil der Terrier hoch sprang und sie noch am Schwanz erwischt hatte.  Zum Glück kam die andere Hündin durch meine zunächst lautstarken und furchtlosen Abwehrreaktionen gepaart mit drohenden Fussbewegungen auf sie zugehend, dann etwas zur Ruhe.

Das dazu gehörige Frauchen kam relativ langsam zu uns, obwohl ich sie schon von weitem laut beschimpfte, wieso sie ihren Hund einfach von der Leine lassen kann, obwohl sie doch genau weiß, dass sich unsere beiden Hündinnen nicht mögen.

Die Westidame ließ sich dann auch anstandlos anleinen und ihre Aggressivität war vorbei.

Das Frauchen entschuldigte sich mehrfach, es sei ihr Fehler, sie weiß auch, dass im Wohngebiet Leinepflicht besteht, aber sie habe uns nicht gesehen, sondern nur den Timmy. Sie war so ins Gespräch vertieft mit der weiteren Begleiterin, dass sie nur den jungen Rüden wahrgenommen habe. Mich zu übersehen…was für ein Schwachsinn. Einen Hund extra abzuleinen, obwohl die beiden anderen an der Leine sind ist schon unmöglich, aber es zu tun, obwohl eine Hündin vor Ort ist, wo es schon zuvor bei Begegnungen immer Spannungen gab, ist doch verantwortungslos und grob fahrläßig. Wären die anderen gemütlich auf uns zugekommen, wäre ich wohl sicherheitshalber ins Haus gegangen, weil unsere Runde eh beendet war und ich selbst eine eventuelle Konfrontation hätte nicht herausforden wollen.

Aber sie hat einfach nur gequatscht und aus einer größeren Entfernung dann ihren Hund losgelassen, weil der sich angeblich so über den Timmy gefreut habe.

Echter Zickenkrieg alles nur wegen einem ganz jungen Rüden oder eher nur wegen einer verantwortungslosen Halterin.

Da sich die Hunde (ich hab Nelly auf dem Arm behalten) beruhigt haben und sogar die Westihündin plötzlich ganz artig da saß, kamen wir noch ins Gespräch.

Mehrfache Beteuerungen, dass es ihr leid tut, es ausschließlich ihre Schuld sei und sie werde künftig ihre Hündin nicht mehr ableinen…

Dann erfuhr ich noch, dass sie sich den Hund nur auf drängen ihrer Tochter angeschafft hat, sie selbst hätte sich wohl kein Haustier zugelegt. Aber die Quengelei der Tochter habe sie dazu gebracht sich einen kleinen süßen Westi-Welpen zu holen. Leider hat sich die Tochter nach 3 Wochen nicht mehr um den Hund kümmern wollen und so ist die Mutter nun die Bezugsperson für den Hund geworden. Die Westidame ist inzwischen 11 Jahre alt und eben ein typischer Terrier mit Jagdtrieb.

Da schaffen sich Leute einen kleinen süßen Welpen an, nur weil das Kind das möchte…vermutlich hat sie die Frau auch nicht vorher über die Rasse richtig informiert, denn ein Terrier ist kein Hund, den man nur so nebenbei halten kann.

Ich habe auf Nellys blutenden Schwanz vorsichtshalber etwas Desinfektionsspray (gibt es welches, was ganz schmerzfrei ist) gesprüht und so ist die Attacke des Terriers zum Glück ohne weitere Blessuren ausgegangen.